40. Wintervilsschwimmen der Wasserwacht Hahnbach

Nur zufriedene Gesichter gab es bei der 40. Auflage des Wintervilsschwimmens der Wasserwacht Hahnbach mit dem Rekord von 80 männlichen und 34 weiblichen Teilnehmern quer durch alle Altersschichten bei optimalen Bedingungen. Bereits in den Tagen zuvor hatten Aktive der Ortsgruppe die etwa zwei Kilometer lange Strecke zwischen der Hahnbacher Vilsbrücke und dem Ziel unterhalb der Kläranlage von Unrat und Hindernissen befreit. So konnten sich nun am Dreikönigstag nach dem Einmarsch zur Musik der Hahnbacher Marktbläser und unter Drohnenbeobachtung vor vielen Zuschauern die mit Neoprenanzügen und Schwimmflossen ausgerüsteten Teilnehmer nach dem Startschuss durch Vorsitzenden Daniel Weidner und dem dreimaligen Schlachtruf „Patsch Nass“ in die fünf Grad „warme“ Vils stürzen. Dank der guten Strömung wurde die Kondition der Schwimmer nicht übermäßig beansprucht, so dass bereits nach einer halben Stunde die ersten die Ausstiegsstelle erreichten. Von den einheimischen und auswärtigen Schlachtenbummlern wurden sie dort mit Komplimenten und heißem Tee empfangen. Nach einer Grundreinigung durch die Feuerwehr wurden die Hartgesottenen mit Pendelfahrzeugen zum Hahnbacher Hallenbad für eine warme Dusche zurückgebracht. Zur Freude aller hatte der ärztliche Betreuer, Dr. Christoph Robl von keinen nennenswerten medizinischen Vorkommnissen berichten müssen.

Beim anschließenden gemütlichen Teil im Gasthof Ritter freute sich der Ortsvorsitzende über den unfallfreien Verlauf. Als am weitesten angereiste Teilnehmer begrüßte er die Gruppe aus Plattling. Rückblickend auf die vergangenen 40 Jahre berichtet Weidner, dass bis 1998 von Süß nach Hahnbach geschwommen wurde. Wegen der zunehmenden Versandung der Vils wurde dann die jetzige Strecke gewählt. 29 Schwimmer aus sechs Gruppen beteiligten sich das erste Mal. Seit dieser Zeit gingen rund 800 Schwimmer an den Start. Dabei wurden rund 6000 Kilometer zurückgelegt.

Für alle Teilnehmer gab es Urkunden und als Finisher-Geschenk die Jubiläumstasse. Die drei Gruppen mit den meisten Teilnehmern wurden mit Pokalen ausgezeichnet. Mit 22 Aktiven, darunter neun Frauen, belegte die Wasserwacht-Ortsgruppe Hirschau den ersten Platz, gefolgt von Amberg mit 11 Männern und neun Frauen und Sulzbach-Rosenberg mit neun Männern und drei Frauen. Weiter waren in der Reihe ihrer Anzahl die Ortsgruppen Vilstal-Kümmersbruck, Auerbach, Nittenau, Vilseck-Sorghof, DLRG Amberg, Plattling, Roding, Berg und Kastl mit von der Partie. Als ältester Teilnehmer bekam der 67-jährige Jonny Graf aus Berg ein Präsent der Marktgemeinde und meinte dabei: „Es macht immer wieder Spaß.“

Bürgermeister Bernhard Lindner bemerkte, dass nach 40 Jahren die ständig zunehmende Teilnehmerzahl ein Beweis für die Attraktivität der Veranstaltung ist. Ihre Vielzahl zeigt, dass die Wasserwacht auch eine „Wassermacht“ und neben den anderen Hilfsorganisationen für die Marktgemeinde eine zuverlässige Größe darstellt. Lobende Worte kamen vom Wasserwachts-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller. „Diese Traditionsveranstaltung ist eine Demonstration des Leistungsvermögens und der Einsatzbereitschaft.“ Der Spaßfaktor solle nicht zu kurz kommen. Das Engagement bei vielen Alternativen und die tolle Jugendarbeit verdiene große Anerkennung.

Vor vielen Zuschauern auf der Vilsbrücke starteten die Schwimmer in das kühle Vergnügen.

Teilweises Niedrigwasser ermöglichte den Teilnehmern auch eine „Vilswanderung“.

Auch ein Piratenboot ging mit an den Start.

Zum Jubiläumsschwimmen gab es auch musikalische Begleitung.

Dem ältesten Starter und den Pokalgewinnern Amberg, Sulzbach-Rosenberg und Hirschau (vorne von links) gratulierten Ortsvorsitzender Daniel Weidner, Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller, Bürgermeister Bernhard Lindner und Ehrenvorsitzender Erwin Stubenvoll (hinten von links).

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