Ausgelassene Stimmung beim Hahnbacher Bockbierfest

Bombenstimmung und kräftige Sprüche kennzeichneten wieder das Bockbierfest der Hahnbacher CSU. Dabei mussten sich auch die „Schwarzen“ wieder einiges anhören. Ortsvorsitzender Georg Götz freute sich über viele Gäste. Die Hahnbacher Marktbläser bliesen mit ihrem Dirigenten Benno Englhart bereits vor dem offiziellen Beginn den nicht nur von der CSU besetzten Publikum den Marsch.

Auch der sonst alkoholverächtende Pfarrer Dr. Christian Schulz war unter dem erwartungsvollen Publikum und verriet, dass er heimlich Bockbiertrinken trainiert habe. Pikant gewürzte Anspielungen begeisterten zusammen mit dem süffigen Bajuvator die Festgemeinde. Als „Friedhofsgärtner“ trat Franz Krusch auf und nahm alles aufs Korn, was sich in Hahnbach im vergangenen Jahr ereignete. Besonderen „Reiz“ habe sein neuer Posten, weil er noch nie soviele Leute unter sich hatte.

Ein Ärgernis habe er aber mit Analphabeten die Grablichter in den auffallend beschrifteten Grünabfalltonnen entsorgen. Weil Arbeit krank macht, könne er sich vorstellen, warum viele Politiker so alt werden. Er habe das Gefühl, dass bei denen nicht das Erreichte zählt, sondern denen reicht das Erzählte. Von seinem Doktor habe er erfahren, dass sich bei Rentner eine Prostatabehandlung erübrigt, da sie genügend Zeit zum Pinkeln haben. Um selber noch das Rentenalter zu erreichen trinke er nur noch Bier an solchen Tagen, die mit „g“ enden.

Dem Bürgermeister empfahl er den Erlebnisweg dreispurig für Radfahrer, Fußgänger und Hunde auszubauen und somit dem Ärger mit Hundsdreck aus dem Weg zu gehen. Damit der Rathausobere in der Bürgerversammlung gut wegkam, habe er zur Vermeidung der Bekanntgabe unangenehmer Zahlen selber den Computer manipuliert.

Als Nabel der Welt hatte „Oina as da Gmoi“ alias Thomas Fenk aus Süß seinen Auftritt. Als Regent der Zukunft bezeichnete er den Bürgermeister. Nachdem dieser als Süßer Eigengewächs auch noch drei Gemeinderäte an der Seite habe, wäre es angebracht, die Regierungsgeschäfte nach Süß zu verlagern und das Rathaus in Hahnbach als Seniorenstift für ausrangierte Kommunalpolitiker und andere vermeintliche Größen einzurichten. Als Nervenzentrum habe es im Fasching schon seine Tauglichkeit bewiesen.

„Was hat sich wohl der Kirchenpfleger gedacht als er einen Franken zum Frohnbergwirt hat gemacht.“ Da könne man nun die Zufahrt zum Frankenschnellweg umbenennen. Als misslungene Verjüngungskur bezeichnete er die Vorstandswahlen im Kulturausschuss. Man sollte sich in ähnlichen Fällen Geburtsurkunden der Bewerber vorlegen lassen. Damit der Vorsitzende Martin Wild beim Heimweg von längeren Sitzungen die Straße sicherer überqueren könne, empfahl er als kostengünstigste Lösung ein Verkehrszeichen „Wildwechsel“ aufzustellen.

Groß besorgt sei er ob der Verweiblichung der Vereinsspitze in der Hahnbacher Feuerwehr. Hier sollte vorsichtshalber eine Männerquote festgelegt werden. Mit Gstanzl bekamen schließlich auch noch die Burschen und Mädls ihr Fett weg.

Nach erkennbarer Wirkung des Fastengetränks bildeten um Mitternacht Bayernhymne, Deutschlandlied und der traditionelle Marsch „Glück auf“ das Finale des unterhaltsamen und kurzweiligen Festabends.

Köstlich amüsierte sich die lokale politische und geistliche Prominenz beim Hahnbacher Bockbierfest.

Gespannt und froh gestimmt verfolgte die Prominenz die Bockbierreden.

Mit mehreren Prosit hielt „Friedhofsgärtner“ Franz Krusch die Bockbiergemeinde bei Laune.

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