Brieftauben fliegen wieder

Das Festsitzen in den Wintermonaten hat ein Ende; Stallpflicht der Brieftauben und widriges Wetter sind Vergangenheit. Dem Konditionieren der Muskelapparate bei kurzen Trainingsflügen im April folgte der Beginn der Wettflugsaison.

Das erste Maiwochenende mit dem Auflassort Kupferzell war der Auftakt in die Reisesaison. Mit einem fantastischen Start legte die Züchtergemeinschaft Paulus-Goschler aus Weißenberg los. Mit den sechs ersten Tauben zeigten sie der Konkurrenz „wo der Hammer hängt“. Das prozentual beste Ergebnis erzielte aber der Hahnbacher Josef Huber. Mit 38 Preisen seiner 48 Tauben gelang ihm ein sehr guter Auftakt.

Der zweite Flug ab Heilbronn mit einer Entfernung von 192 km wurde am 13. Mai gestartet. Leichte Bewölkung und optimale Sicht waren gute Voraussetzungen. Und wieder war es eine Taube der Schlaggemeinschaft Paulus-Goschler, die den 948 Mitstreitern den Sieg wegschnappte. Die Plätze zwei und drei wurden von den Tauben der Züchter Georg und Armin Wurzer aus Freihung und Eckl-Wawersig aus Hahnbach belegt.

Flug 3 ab Hockenheim am 21. Mai war der erste gemeinsame Auflass der Transportgemeinschaft, der die Reisevereinigungen Sulzbach-Rosenberg, Amberg, Hirschau-Weiden und Nabburg angehören. 255 km waren für die 4536 Tauben zu bewältigen. Bei wolkenlosen Himmel, sehr guter Sicht und leichten Nordostwind wurde der Start um 7.45 Uhr frei gegeben. Mit 1375 Flugmetern in der Minute konnte der zweijährige Vogel von Josef Huber den Sieg nach Hause fliegen. Den 2. Platz belegte die Schlaggemeinschaft Eckl-Wawersig, gefolgt von einer Taube der Züchtergemeinschaft Niedermeier-Neidl aus der Reisevereinigung Amberg.

Am 27. Mai stand Kaiserslautern auf dem Reiseplan. Bereits um  6.40 Uhr wurden 4218 Tauben von der Flugleitung zur Rückreise aufgelassen. Nordostwind und die schon höheren Temperaturen erschwerten den Athleten der Lüfte die 302 km zu bewältigen. Um 10.35 Uhr sicherte sich abermals der zweijährige Vogel von Josef Huber den Sieg. Den zweiten Platz errang die Züchtergemeinschaft Paulus-Goschler, der Bronzeplatz ging an Hermann und Anna Kohl aus Edelsfeld.

Als Rennpferde des kleinen Mannes werden die schnellen Vögel bezeichnet.

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