Gerd Steitz - Der Öhi vom Frohnberg

Nein, so etwas wie der „Frohnberg-Öhi“ ist er nicht, aber für manche wohl schon fast. Gerd Steitz, ein Ex-Hahnbacher, den sein Beruf bei der Bundeswehr letztendlich nach Düsseldorf verschlagen hat, ist dort nämlich in jeder Hinsicht „bester Stammgast“, so oft es ihm möglich war und ist. „Zum Frohnbergfest muss ich selbstverständlich erst recht hin“, versichert er und strahlt überzeugend mit den Wirtsleuten Inge und Herbert Lindner um die Wette.

Die Baumstämme sind es vielleicht, die ihn immer wieder dorthin ziehen, das beruhigende Grün, die Ruhe, weit weg vom Lärm und dem Gestank der Großstadt und wohl noch irgendetwas „mehr“. Für ihn ist es „wie ganz tiefes Auftanken an einem Kraftort“, der „einmalig auf der ganzen Welt“ ist. „Dort oben spazieren zu gehen, ohne – wie in der Innenstadt von Düsseldorf – ständig jemanden auf die Füße zu treten, ist perfekter Urlaub“, wusste bereits seine Frau aus dem Rheinland. Diese fragte auch immer wieder: „Warum fahren wir ins Ausland, wenn es hier doch alles passt?“ Sie habe auch die offene und herzliche Mentalität der Oberpfälzer sehr geschätzt, sich „für alles Hahnbacherische interessiert“ und praktisch jedes Dialektwort verstanden, kommentiert er bewundernd.

Seit über 60 Jahren ist Gerd Steitz nun bereits von Hahnbach weg, doch noch immer erinnert er sich an die Wanderungen mit seinen Eltern zum Frohnberg. Bei manchem Dienstgang durfte er dorthin seinen Vater, der in Hahnbach Polizist war, begleiten. Auch wenn Besuch kam und natürlich zum Bergfest, waren die „Bergbesteigungen“ für ihn „etwas Besonderes“. „Wenn wir auf dem Feldweg in der Birkenallee am Kreuz angekommen sind, war schon Halbzeit und die Vorfreude auf die seltene Limo, die mich auf dem Berg erwartet, setzte verstärkt ein“, erzählt er lachend.

Zu gern erinnert er sich auch an einen „perfekten Tag“ auf einer Insel im Mittelmeer mit strahlend blauem Wasser, leichter Brise, feinstem Sandstrand unter Palmen und auch sonst allen Annehmlichkeiten. Damals stimmte er uneingeschränkt einem seither nie mehr vergessenen Satz seiner Begleitung zu: „Aber auf dem Frohnberg ist es schöner!“

Das ganze Jahr über ist der Berg sein „Zweitwohnsitz“, seine „Wellness-Oase“, beim Frohnbergfest noch dazu Anlaufpunkt für ein vielfaches Wiedersehen mit Schulkameraden und Freunden, welche oft nur zum Bergfest kommen. Da werden dann Erinnerungen wach und ausgetauscht, manches Fröhliche und Traurige besprochen und sogar ein wenig „philosophiert über Gott und die Welt“.

Die Frohnbergwirtsleut, Herbert und Inge Lindner sind glücklich mit ihrem „Stammgast“ Gerd Steitz aus Düsseldorf.

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