"Hier ist die Welt noch weitgehend in Ordnung" - Jährliches Sicherheitsgespräch mit der Polizei

Zum jährlichen Sicherheitsgespräch trafen sich im Hahnbacher Rathaus die Bürgermeister Bernhard Lindner (Hahnbach), Franz Birkl (Poppenricht) und Peter Dotzler (Gebenbach) mit den Leitern der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg, Erstem Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck und Polizeihauptkommissar Peter Merold. Die allgemeine Aussage beider Beamten: „Man kann zufrieden sein. Aus polizeilicher Sicht ist hier die Welt noch weitgehend in Ordnung.“ Insgesamt betrachtet können sich die Bürger sicher fühlen. Während im bayerischen Durchschnitt die Häufigkeitszahl im Jahre 2016 (Straftaten pro 1000 Einwohner) bei 47,8 und die Aufklärungsquote bei 63,7 Prozent liegen, stellen sich die Zahlen für die drei Gemeinden positiver dar.

So wurden in der Gemeinde Gebenbach lediglich 27 Fälle bekannt, das entspricht bezogen auf die Häufigkeitszahl, einem Wert von 19,0. Insgesamt konnten zehn Fälle (58,8 Prozent) aufgeklärt werden. Etwa gleich bleibend niedrig werden die Straftaten für die Gemeinde Poppenricht trotz der unmittelbaren Nachbarschaft zu den Städten Amberg und Sulzbach-Rosenberg registriert. Die Anzahl der bekannt gewordenen Delikte verzeichnete einen leichten Anstieg von 42 auf 43, was einer Häufigkeitszahl von 13 pro tausend Einwohner entspricht. 18 Fälle (41,9 Prozent) wurden hier aufgedeckt.

Durchaus auffälliger stellt sich die Statistik in der Gemeinde Hahnbach dar. Im Vergleich zu 2015 war ein Anstieg um 20 Fälle auf 84 Straftaten mit der Häufigkeitszahl 17 zu verzeichnen. 53 Fälle (63,1 Prozent) konnten hier aufgeklärt werden. Sehr hilfreich sei das Mitwirken der Öffentlichkeit in ländlichen Gegenden bei der Aufklärung von Straftaten. Zugute gekommen seien der Bevölkerung auch mehrere Präventionsveranstaltungen, beispielsweise zum Thema „Wohnungseinbruchdiebstahl“. Insbesondere bei den Wohnungseinbrüchen seien durch bauliche Vorkehrungen oder aufmerksame Nachbarn etwa zwei Drittel der Taten nicht mehr zur Vollendung gekommen.

Die niedrigeren Aufklärungsquoten in den drei Kommunen im Vergleich zum Landesdurchschnitt seien nach Ansicht der Beamten auch darin begründet, dass beispielsweise bei Sachbeschädigungsdelikten, wie umgeknickten Verkehrszeichen oder verkratzten PKW's, zwar vermehrt Anzeige erstattet werde, oftmals jedoch erst so spät nach der Tat, dass sich Ermittlungsansätze nicht mehr ergäben. Betäubungsmitteldelikte und Internetkriminalität spielten kaum eine Rolle in den drei Gemeinden. Ebenso wenig fielen die in den Kommunen beheimateten Asylbewerber durch Straffälligkeiten besonders auf. Insgesamt sei eine zunehmend positive Grundeinstellung zur Flüchtlingsthematik im Vergleich zu früheren Sichtweisen zu erkennen.

Das Resümee für alle größeren Veranstaltungen der drei Gemeinden (Fasching, Kirwa und Bergfeste) war zufriedenstellend. In diesem Punkt waren sich die Anwesenden einig, dass sich die vermehrten Hinweise der Kommunen an die Veranstalter auf den Jugendschutz positiv auswirkten, etwa durch Einhaltung der Jugendschutz- als auch der Sperrzeitbestimmungen. Bei Events wie dem Faschingszug soll die Marschrichtung mit den bekannten Auflagen beibehalten werden. In der Abstimmung zwischen Veranstaltern, Gemeinden und Polizei sehe man sich hier auf einem guten Weg und sei guter Hoffnung, dass sich die Entwicklung so fortsetze. Bürgermeister Bernhard Lindner bedankte sich auch im Namen seiner Kollegen für die „unkomplizierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg“. Besonders die „Amtshilfe auf dem kleinen Dienstweg“ sei oftmals sehr hilfreich.

Zufrieden mit der Sicherheitslage in den drei Gemeinden waren bei ihrer gemeinsamen Besprechung (v. l.) Polizeihauptkommissar Peter Merold, Erster Polizeihauptkommissar Michael Kernebeck sowie die Bürgermeister Franz Birkl (Poppenricht), Bernhard Lindner (Hahnbach) und Peter Dotzler (Gebenbach).

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