Informationen aus der letzten Marktgemeinderatssitzung und der Bauausschusssitzung

Ausführlich befasste sich der Marktgemeinderat mit dem Antrag der SPD-Fraktion zur Förderung der Biodiversität. Demnach sollen Bauherren im gesamten Gemeindebereich  bei der erstmaligen Dachbegrünung von Nebengebäuden 200 Euro als Zuschuss erhalten. Bereits im September 2019 wurde ein dahingehender Antrag zugunsten eines zu beschließenden Konzepts zurückgestellt. Aus der Sicht der CSU-Fraktion sei eine reine Förderung für Dächer im Hinblick auf Biodiversität zu einseitig. So sollen auch beispielsweise eine naturnahe Gartengestaltung in einem Gesamtkonzepts betrachtet werden und in die Förderregularien einfließen. Gegebenenfalls sollen für deren Erarbeitung die Gartenfachberatung des Landkreises oder die Obst- und Gartenbauvereine mit einbezogen werden. Einstimmig wurde die Angelegenheit zu einer endgültigen Programmfestlegung an den Bau- und Umweltausschuss verwiesen.  

Mit Wohlwollen wurde von den Markträten die Jahresrechnung 2020 des Marktes zur Kenntnis genommen. Wegen der coronabedingt vorsichtig kalkulierten Haushaltsansätze ergaben sich dennoch erfreulicherweise stabile Mehreinnahmen von 1,4 Millionen Euro aus Anteilen an Gemeinschafts- und Gewerbesteuern. Unter  Verschiebung einzelner Investitionsmaßnahmen von 2020 nach 2021 konnten so rund 3,2 Millionen Euro als Haushaltsausgleich der allgemeinen Rücklage zugeführt werden.

Bei der Bürgerspitalstiftung wurde das geplante Gesamthaushaltsvolumen 2020 in Höhe von 52.100 Euro wegen Mindereinnahmen in den Mieten durch Leerstände und aus der Bewirtschaftung des stiftungseigenen Waldes im Ergebnis um 20.908 Euro unterschritten. Für 2021 wurde der Haushaltsplan im Verwaltungshaushalt mit 43.200 und im Vermögenshaushalt mit 18.400 Euro abgesegnet.

Für den Anschluss des  Baugebiets Ursulapoppenricht VI – Süd-Ost an die Wasserversorgung „Zweckverband zur Wasserversorgung der Mimbacher Gruppe“ wurde im Rahmen einer Ablösevereinbarung die Übernahme der Erschließungsarbeiten und der anfallenden Kosten beschlossen. Im Gegenzug werden durch den Markt Hahnbach die anfallenden Herstellungsbeiträge im Rahmen der Grundstückveräußerungen beansprucht.

Laut einem Fahrzeugkonzept der Feuerwehren für die Marktgemeinde und zunehmender Kosten für Instandhaltung steht für die Feuerwehr Hahnbach eine Ersatzbeschaffung für den Schlauchwagen SW 1000 mit Baujahr 1993 an. Als dessen Ersatz ist ein Gerätewagen Logistik 1 (GWL-L1) geplant. Dieser Typ sei aufgrund seiner modularen Ausstattung vielseitiger als das bisherige Fahrzeug einsetzbar. Die Gesamtkosten werden auf ca. 85.000 Euro geschätzt, wonach dem Markt Hahnbach nach Abzug zu erwartenden Förderungen ca. 38.4000 Euro  verbleiben.

Der Bau- und Umweltausschuss behandelte zehn vorgelegte Anträge auf Vorbescheid, Baugenehmigung und isolierte Befreiung und erteilte das gemeindliche Einvernehmen. Zur besseren Darstellung für das Gremium und die Zuhörer wurden die Planungsunterlagen digital aufbereitet.

Anlässlich des Jubiläums 900 Jahre Markt Hahnbach im Jahre 2021 soll auf Empfehlung der Heimatpflegerin Marianne Moosburger und in Zusammenarbeit mit der Hahnbacher Schule auf der Gocklwiese entlang des Rundweges ein Geschichtsweg entstehen. Auf etwa zehn metallenen und in der Erde vergrabenen Tafeln sollen die Besucher die Geschichte Hahnbachs besser kennenlernen. Die Gesamtkosten werden auf ca. 10.000 Euro geschätzt. Aus den Nettokosten wird mit 60 Prozent Förderung von der LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach gerechnet.

In Absprache mit dem Kneippverein soll auf der Gocklwiese ein barrierefreies Kneippbecken errichtet werden. Ein hauptsächlicher Grundgedanke sei von der bisherigen Speisung mit Trinkwasser wegzukommen. Als Standorte sind das Gelände neben dem neu errichteten Parkplatz oder der östliche Bereich der Naherholungsfläche „VilsErleben Hahnbach“ am Rundwanderweg vorgesehen. Vom Bauamt werden die Kosten auf ca. 80.000 Euro, abzüglich von Fördermittel der LAG, beurteilt. Der Standort und die Versorgungsvarianten sollen in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses bei einem Ortstermin beraten und endgültig festgelegt werden.

Die bisherige Kneippanlage auf dem Josef Trösch-Sportgelände soll durch eine Neuanlage auf der Gocklwiese ersetzt werden.

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