Infos aus der letzten Marktgemeinderatssitzung vom 9. März 2017

Keine leichte Aufgabe hatte der Marktgemeinderat mit der Eingangssituation bei der geplanten Bücherei im Anwesen Hauptstraße 84 zu bewältigen. Mit einem Zugang an repräsentativer Stelle soll die Bedeutung eines Gebäudes mit öffentlicher Nutzung aufgewertet werden.

Bei der Vorlage des vom Marktgemeinderat im vergangenen Jahr gebilligten Planungsentwurfes des Architekturbüros Brummer und Retzer GmbH beim Bayer. Landesamt für Denkmalpflege konnte keine Zustimmung erreicht werden. Nach Ansicht des Denkmalpflegers sei die südwestliche Gebäudeecke eine der prägendsten Gebäudekanten innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles. Durch das geplante Eingangselement würde es in seiner Ausprägung beeinträchtigt.

Bei einer ausführlichen Besprechung mit Bürgermeister Bernhard Lindner, Architekt Wolfgang Brummer und Denkmalpfleger, Dipl.-Ing. Friedrich Roskamp, wurde in der Abwägung deutlich, dass das städtebauliche Interesse für den Zugang von der Marktinnenseite zu einer Nutzung des Gebäudes als Bücherei den Belangen der Denkmalpflege überwiege. Der von ihm bevorzugte zur schmalen Pandurengasse bestehende Hauseingang erfülle dieses Kriterium aufgrund der Nebenlage nicht.

Ebenso würden sich aus Sicht des Architekten dadurch funktionelle Schwächen in der Erschließung der Büchereiräume und mit dem Einbau eines Aufzugs ergeben. Der Denkmalpfleger ließ deshalb erkennen, dass er eine funktional breite Eingangstür mit einem dem Fensterbestand ähnlichen Bogen von der Marktseite an der südwestlichen Ecke tolerieren würde. Hierzu wurde schließlich nach ausgiebiger Diskussion vom Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Die Jahresrechnungen 2016 für die Kindergärten Hahnbach, Süß und Ursulapoppenricht wurden ohne Einwände abgesegnet.

Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer gab einen Zwischenbericht über den aktuellen Stand von laufenden und geplanten Projekten der AOVE. Zur Bewältigung der Aufgaben sind derzeit 1 Vollzeitbeschäftigte, 2 Teilzeitbeschäftigte für allgemeine Verwaltung, 2 Teilzeitbeschäftigte für das Projekt „Alt werden zu Hause“ und ein Klimaschutzmanager in Vollzeit angestellt.

Für die Ertüchtigung des Kernwegenetzes stehen den Kommunen Gebenbach, Hahnbach, Hirschau und Poppenricht 2,9 Millionen Euro bei einem Fördersatz von 85 Prozent zur Verfügung. Von den AOVE-Bürgersonnenkraftwerken wurden seit 2003 ca. 4 Millionen kW/h Sonnenstrom erzeugt. Aktuell zeichnen bei der AOVE-Bürgerenergie 113 Mitglieder mit einer Gesamtsumme von 514.000 Euro.

Zur Umsetzung des Kliimaschutzkonzeptes wurden in der Gemeinde Hahnbach die Straßenbeleuchtung und die Innenbeleuchtungen auf LED-Technik umgerüstet. Zum Thema: „Energetische Untersuchung von Schwimmbädern“ betreute man eine Bachelorarbeit. Für die Schule in Hahnbach wurden Energiemessgeräte beschafft. Als Flaggschiff bezeichnete Lobenhofer das Projekt „Alt werden zu Hause“. Senioren sollen unterstützt werden, so lange wie möglich in ihren eigenen Wänden wohnen zu können. Derzeit laufe dazu eine Seniorenumfrage.

Für das Interkommunale Archivwesen mit einer Laufzeit von fünf Jahren ist eine Facharbeit in Vorbereitung. Jährlich nehmen ca. 1500 Teilnehmer an etwa 70 Terminen an Kultur- und Naturführungen teil. Mit dem Titel „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ wurde die AOVE vom Bayerischen Staatsministerim für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) ausgezeichnet. Bei der lokalen Aktionsgruppe Leader Amberg-Sulzbach stehe aktuell das Projekt VilsErleben/Gocklwiese auf der Tagesordnung.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens präsentierte man sich mit einer Fachtagung mit bayernweiter Beteiligung und einem Kulturabend. In der Diskussion wurde angeregt, über den zuständigen Wildlebensraumberater des AELF das Thema „Wildlebensraum“ über die AOVE aufzugreifen.

An der rechten Gebäudeseite soll, passend zu den Rundbögen der bestehenden Fenster, der Zugang zur Bücherei errichtet werden.

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