"Kuli-narrische Führung" ein voller Erfolg

Auf Einladung der AOVE fand in Hahnbach das erste „kulinarrische abendliche Marktführung“ statt. In drei Gasthäusern kehrten die Teilnehmer ein, zu Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise. Dabei bekam man aber nicht nur Nahrung für den Leib, sondern auch manch Neues zu hören, so dass am Ende alle „rundum bestens gesättigt“ nach Hause gehen konnten

In der Sportgaststätte lernte man noch vor der Vorspeise Vieles über die Geschichte des Marktes und damit auch der Oberpfalz. Marianne Moosburger, die neue Hahnbacher Heimatpflegerin, trug amüsante und nachdenkliche Geschichten aus der langen Historie vor und ergänzte sie mit oft vielen unbekanntem Hintergrundwissen. Zum Lachen und Schmunzeln war die abschließende Sammlung der Gymnasiallehrerin von allerlei Sprichwörtern mit Bezug auf Essen und dessen Zubereitung in verschiedene Berufen.

Im Gasthof Ritter, dem Elternhaus der Referentin, zeigte Moosburger nach dem Hauptgang bemerkenswerte Ausschnitte der örtlichen Historie anhand der oft recht turbulenten Familiengeschichte auf. Deren persönliche humorvolle Erinnerungen ergänzte noch Gretl Mildner mit ihren witzigen Bierholgeschichten aus ihrer Kindheit.

Beim Hanserl, dem Gasthof der Eheleute Doris und Emil Winkler, erwartete alle eine feine Nachspeise. Viel Spaß hatten die Teilnehmer beim Übersetzen von Oberpfälzer Wörtern ins Hochdeutsche. Manche Ausdrücke wurden dabei engagiert diskutiert und mit manchen anschaulichen Ausdrücken garniert. Auch über die Herkunft konnte Moosburger manch Spannendes sagen, so dass bald klar war, dass gerade auch das Bayrische viele Einflüsse aus anderen Sprachen, wie dem Französischen, Slawischen oder Lateinischen aufweist. „Mensch, i ho gor niat gwisst, dass mir so indernational san“, schlussfolgerten Teilnehmer, welche zudem auf ein weiteres Angebot in ähnlicher Art und Weise hoffen.

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