Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag

Die Frage „Wann lebst du?“ war das Thema bei einem ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Buß- und Bettages im Andreas-Raselius-Haus. Pfarrer Dr. Roland Kurz und der katholische Diakon Dieter Gerstacker bezeichneten den ehemaligen Feiertag als eine Möglichkeit der Besinnung und Neuorientierung im Leben.

Mit meditativer Orgelmusik begleitete Dekanatskantor Gerd Hennecke die geistige Stunde. Das Leben sei mehr als Einatmen und Ausatmen, Herzschlag und Blutdruck – nicht nur morgens aufzuwachen und einigermaßen gesund sein. Vielmehr gehe es darum, das Wichtige zu erkennen. Mit vielen Kleinigkeiten gehe der Blick auf das Wesentliche verloren. Jeder Augenblick solle als Geschenk erlebt werden.

Lektor Günter Winter listete anhand beeindruckender Zahlen Beispiele auf, wie die Menschen oftmals sorglos mit der zur Verfügung stehenden Zeit umgehen. Wer um die Kostbarkeit des Lebens wisse, könne bewusst und gelassen leben. Hilfreich sei dabei eine sog. persönliche „Löffelliste“. Es lohne sich, darüber nachzudenken, was auf jeden Fall noch sein müsse, bevor man seinen „Löffel abgebe“.

Es solle nicht so ausgehen, wie im Zitat des französischen Philosophen Voltaire: „In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu verdienen. In der zweiten Hälfte unseres Lebens opfern wir das Geld, um unsere Gesundheit wieder zu erlangen.“ Mit dem gemeinsamen Segen beider Geistlichen endete die abendliche Besinnungsstunde.  

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