OGV Hahnbach besucht "essbaren Wildpflanzen Park" in Waldeck

Der Hahnbacher Obst- und Gartenbauverein hatte zur informativen herbstlichen Führung in den „essbaren Wildpflanzen Park“ nach Waldeck bei Kemnath eingeladen. Die zertifizierte Wildpflanzenführerin Elisabeth Zintl begrüßte dort die 20 Teilnehmer vor ihrem Hotel Hollerhöfe. Als schmackhaften Einstieg bereitete sie allen aus fünf Zutaten und Kräutern der Saison einen gesunden Smoothe zu, der mit viel Lob gerne angenommen wurde.

Auf dem Erlebnisweg von den Feuchtwiesen in der Aue bis hinauf zu den trockenen Felshängen gab es dann „Natur zum Anfassen, Begreifen und Genießen“. Immer wieder betonte die Gastronomin, dass man der Natur „viel Raum und Freiheit“ lassen müsse, um diese, gleichsam als Gegengeschenk, wieder selber erfahren zu können. „Die Energie, welche in den Pflanzen stecke, kommt dann auch den Menschen zugute“, versicherte sie.

Vorbei am Galgenberg, dem Schuppen mit der Nachbildung der Ortschaft und seinem dominierenden Berg, dem alten Friedhof mit seinen Rosen, interessanten Informationstafeln, Schafen und auch Ziegen, ging es hinauf zur Burgruine Waldeck. Ein kurzer Abstecher zum alten Schulweg und schon genoss man bei schönstem Wetter einen herrlichen Rundblick über die nördliche Oberpfalz.

Zintl informierte darüber hinaus über die wechselhafte Geschichte von Burg und Ort. Auch schilderte sie das Erlebnis des Glockengießens im Ort und das Errichten des beeindruckenden luftigen Kirchenraums in der ehemaligen Schlosskapelle.

Immer wieder wünschte sie nachdrücklich, dass man nicht nur in jedem Garten, sondern auch auf jedem Grundstück, gerade auch auf Firmengeländen eine „Naturecke“ belassen solle, um dort Wildkräuter, z.B. für Smoothes zu ernten. Alle würden davon nur profitieren, versicherte sie.

Ein großes Lob kam auch von ihrer Seite für Dr. Markus Strauß, den Allgäuer Initiator und Begleiter dieses EWIPAs, dieses essbaren Wildparks für viele Anregungen. Dadurch, dass auch viele vom Dorf eingebunden waren, haben sich diese Idee und der Ausbau der örtlichen Naturerlebnisakademie positiv auf die Gemeinschaft ausgewirkt.

Zurück, nach 90 Minuten Wanderung, dankte der Vorsitzende Josef Moosburger der rührigen Inhaberin der Hollerhöfe für manche Anregung, welche man gerne auf- und annehmen werde.

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