"So ein fader Doch" - Faschingssonntag 2021

„So ein fader Doch!“ haben am vergangene Faschingssonntag mehrere Hahnbacher eindeutig festgestellt, als nämlich „null-komma-nix“ in Hahnbachs Hauptstraße los war. Denn dort, wo alle Jahre zuvor über 40 maskierte Gruppen und Wägen mit viel Spaß und Musik und dabei Bonbons werfend durch den Markt zogen, waren nur „ein paar Versprengte“ unterwegs.

Sie mutmaßten, das wohl der Gemeindediener, also der Maggknecht, zu spät dran gewesen sei, den Faschingszug abzusagen. Aber auch die „Häupter“ der Gemeinde scheinen „nicht alles mitbekommen“ zu haben, denn auch sie warteten auf den traditionellen Gaudiwurm. Die dritte Bürgermeisterin fand den Tag sogar „ganz verhext“ und konnte dem „mickrigen Restzug“ nicht allzu viel abgewinnen.

Ebenso waren Ordnungshüter, Friseurin, Blumenverkäuferin, Bäckerin, Apothekerin und auch die Nähfee auf der Suche nach den Feiernden. Am Buchhaus am oberen Tor entdeckte man einen einsamen Bücherwurm, der eigens aus seinem Wurmloch gekommen war. Doch auch er verkroch sich bald wieder in seine Lektüre.

Selbst Pfarrer Dr. Christian Schulz zog mit seinem Hund um die Häuser, der nicht einmal einen Hauch von Faschingsluft erschnüffeln konnte.