"Weg mit den Barrieren" - VdK auf Besichtigungstour mit dem Bürgermeister

„Weg mit den Barrieren“ lautet eine bundesweite Kampagne des Sozialverbands „VdK“. Dabei geht es nicht nur um hohe Bordsteine, Bahnsteige oder Menschen im Rollstuhl. Die zunehmend ältere Generation ist ebenfalls davon betroffen. Auch der VdK-Ortsverband Hahnbach hat sich dieses Thema zur Aufgabe gemacht.

So trafen sich zusammen mit Kreisvorsitzender Marianne Kies-Baldasty und Stellvertreter Johann Walter, sowie Ortsvorsitzendem Manfred Ruppert und Kassier Hermann Horst bei Bürgermeister Bernhard Lindner, um Möglichkeiten zu Verbesserungen dieser Angelegenheit in der Marktgemeinde zu erörtern.

Der Rathauschef teilte mit, dass diese Problematik im Marktgemeinderat in allen Fraktionen angekommen ist und inzwischen bei den Planungen in allen Bereichen eine große Rolle spielt. Im Zuge der Generalsanierung der Grund- und Mittelschule wurden in diesem Jahr die Toilettenanlage des Mittelschultraktes behindertengerecht umgebaut und für die barrierefreie Umgestaltung des Hallenbades der Planungsauftrag erteilt.

Außerdem würden in der Straßenplanung, wie beispielsweise beim Straßenneubau der Ortsdurchfahrt in Frohnhof geschehen, die Bushaltestellen so gestaltet, dass diese den Anforderungen an die Barrierefreiheit genügen. Zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach wird derzeit auch die Umgestaltung der Ampelanlage über die Bundesstraße 14 auf diese Anforderungen hin untersucht.

Auch bei dem beantragten ELER-Förderprojekt im Ursulapoppenrichter Gemeinschaftshaus sei der Einbau eines Aufzuges Antragsgegenstand. Und auch bei der geplanten Bücherei im ehem. Platzer-Anwesen im Ortskern sei das Augenmerk auf Barrierefreiheit gelegt worden, damit jeder Zugang zu Medien und Veranstaltungen über die zwei Geschosse erhält.

Bei privaten Bauvorhaben wird seitens der Gemeinde eine kostenlose Bauberatung für die Bauherrn angeboten, damit auch das neue Wohnhaus „fit fürs Alter“ ist, wie der Bürgermeister betonte. Nicht unbedeutend seien auch die Angebote des AOVE-Projekts „Alt werden zu Hause“.

Aber auch im Bewusstsein privater Dienstleister, wie z.B. Ärzte, Geschäfte, Gaststätten oder Banken müsse das Problem Berücksichtigung finden, wiesen die VdK-Vertreter bei dem Gespräch hin. Bei einer Besichtigung verschiedener Projekte im Gemeindebereich wurden Möglichkeiten für Barriereabbau besprochen.

So wie beim Hallenbadeingang wurden anhand mehrerer Beispiele Möglichkeiten für Barriereabbau mit VdK-Kreisvorsitzender Marianne Kies-Baldasty, Ortsverbandsvorsitzendem Manfred Ruppert, Bürgermeister Bernard Lindner, Ortsverbandskassier Hermann Horst und stellvertretendem Kreisvorsitzenden Johann Walter (v. l.) besprochen.